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Gehalt: So formuliert man seinen Gehaltswunsch richtig

Ein Bewerbungsanschreiben ist keine einfache Sache. Genaue Überlegungen erfordern auch die Gehaltsvorstellungen. So gehen Sie im Anschreiben am besten dabei vor.
Veröffentlicht am 27.05.2019

Foto: dpa

Oft fordern Unternehmen Bewerber dazu auf, im Anschreiben ihre Gehaltsvorstellungen anzugeben. Das wirft viele Fragen zu Form und Rahmen auf.

Das Wichtigste zum Gehaltwunsch in Kürze:

  • Vorher informieren, was üblicherweise in der Branche als Gehalt bezahlt wird
  • Ruhig 10 Prozent mehr Gehalt fordern
  • Eine Gehaltsspanne formulieren, die den Verhandlungsrahmen absteckt
  • In einigen Fällen genügt der Hinweis auf eine marktgerechte Entlohnung

„Bei kleineren und mittleren Firmen reicht es völlig, einen allgemeinen Hinweis im Anschreiben zu platzieren”, sagt der Karriereberater Martin Wehrle. Zum Beispiel: „Ich stelle mir ein Gehalt vor, das meiner Qualifikation und der Verantwortung der Tätigkeit entspricht.” Gerade wer relativ viel verdient, halte sich so alle Optionen offen.

Gibt der Bewerber gleich ein sehr hohes Gehalt an, riskiert er, dass ein Personaler die Unterlagen aussortiert. Verläuft das Vorstellungsgespräch jedoch gut, seien Firmen eher bereit, ihren Etat daraufhin ein wenig auszuweiten.

Gehaltswunsch als Jahresgehalt formulieren

Bei der Bewerbung für einen Konzern empfiehlt Wehrle jedoch, eine konkrete Zahl anzugeben. „Oft sorgt die Bürokratie dafür, dass Bewerbungen ohne diese Angabe aussortiert werden.” Es gilt: Immer das Jahresgehalt angeben. Monatsgehälter sind nicht aussagekräftig. „Der Bewerber weiß ja nicht, ob er zwölf, dreizehn oder vierzehn Gehälter bekommt.” Und das mache einen Unterschied.

Wer gar keine Vorstellung hat, welches Gehalt er fordern kann, sollte sich im Internet oder beim Arbeitsamt kundig machen. Dort finden sich Informationen, die einen Überblick über das Gehaltsgefüge in der jeweiligen Branche für die unterschiedlichen Berufe verschaffen.

Zehn Prozent mehr Gehalt fordern

Außerdem rät Wehrle, mindestens zehn Prozent mehr Gehalt zu fordern als man tatsächlich bekommen möchte. Der Verhandlungsspielraum helfe beim Gespräch. Lediglich wer außerordentlich viel verdient und damit rechnet, mit einer sehr hohen Forderung den Bogen zu überspannen, sollte ohne Spielraum arbeiten.

Manche Bewerbungscoaches raten dazu, im Anschreiben eine Gehaltsspanne zu nennen, die den oberen und den unteren Rahmen absteckt – einmal, um Verhandlungsspielraum zu lassen. Aber auch, um deutlich zu formulieren, was das Mindestgehalt darstellen würde.

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